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Ihre Rehabilitation bei uns

Versorgungsstruktur

In der psychosomatischen Klinik wird ein konsequentes Gruppen(therapie)konzept

angewandt. Einzeltherapiesitzungen werden individuell indiziert.

 

Stationsgruppe und therapeutisches Team

Die Stationsgruppe umfasst als milieutherapeutische Großgruppe jeweils die Hälfte der Patienten einer Station. Das interdisziplinäre therapeutische Team arbeitet weitgehend selbstständig, was die Arbeitsverteilung innerhalb des Teams betrifft. Das Team führt regelmäßige Besprechungen (Teamsitzungen) durch (s.u.) und wird intern wie extern supervidiert. Das therapeutische Team umfasst die ärztlichen und psychologischen PsychotherapeutInnen, Pflegekraft, GestaltungstherapeutIn, Ergotherapeutin, BewegungstherapeutIn, PhysiotherapeutIn, SozialdienstmitarbeiterIn und den/die somatisch betreuenden Arzt/Ärztin.

Gruppentherapie

Jeder Patient durchläuft eine Einführungs- und Vorbereitungsphase zur Klärung der

Anliegen und Behandlungsziele.

 Die Vorbereitungsgruppen (als Kurzgruppenarbeit) werden von den Oberärzten oder  vom Ärztlichen Direktor durchgeführt. Hier stehen Themen wie Zielfindung und- formulierung, erstmaliges „Gruppengefühl“, vertiefende Beantwortung von Fragen zum Therapiekonzept und zum Thema Psychosomatik und Psychotherapie sowie Therapiehindernisse im Vordergrund.

Psychotherapeutische Gruppe: Bezugsgruppe

Die Bezugsgruppe (8 - 10 Patienten) wird i.d.R. als tiefenpsychologisch fundierte interaktionelle Gruppe geführt und stellt die „psychotherapeutische Basis“ dar. Es können je nach Qualifikation der/des GruppenleiterIn auch andere Techniken zur Anwendung kommen (Beispiel: katathymes Bilderleben, tiefenpsychologisch fundiertes Psychodrama, Verhaltenstherapie u.a.).

Die Bezugsgruppe wird als halboffene Gruppe geführt; nach Möglichkeit wird innerhalb eines 4-6-wöchigen, i.d.R. 5-wöchigen Heilverfahrens ein möglichst geringer Wechsel der Gruppenteilnehmer angestrebt. Die Gruppe tagt mit einer Frequenz von (i.d.R.) 3 x1,5 Stunden pro Woche.

Die Teilnahme an der Bezugsgruppe ist Pflicht, von der nur in begründbaren Einzelfällen (Gruppenunfähigkeit bei strukturellen Defiziten oder Psychose-nahem Erleben) abgewichen werden kann. Die Bezugsgruppe wird nicht themen- oder indikationsbezogen durchgeführt. Ziel ist das Erkennen und Bearbeiten innerer (neurotischer) Konflikte.

Indikationsbezogene / themenzentrierte Gruppen

Über die Bezugsgruppen hinaus werden themenzentrierte Gruppen angeboten. Die themenzentrierten Gruppen sind stationsübergreifend organisiert und stehen Patienten beider Therapiezweige offen.

Sie werden als

  • Entspannungsgruppen und
  • spezielle themenzentrierte Gruppen

durchgeführt.

Die Entspannungsgruppen werden in den Standardverfahren „progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen“ und „autogenes Training n. J.H.Schulz“ angeboten. Die Muskelrelaxation wird vorzugsweise durch entsprechend fortgebildete MitarbeiterInnen (psychologisch-technische Assistentin, Krankenschwester) vermittelt, das autogene Training durch PsychologInnen und ÄrztInnen.

Die Gruppenfrequenz beträgt 3 -4 x 30 min pro Woche über einen Zeitraum von 2 Wochen. Die speziellen themenzentrierten Gruppen werden derzeit zu folgenden Themen durchgeführt:

  • Körpererfahrung/ Körperwahrnehmung
  • Raucherentwöhnung
  • Feldenkrais
  • Tanztherapie
  • Yoga
  • Gestaltungsgruppen
  • Arbeitsmotivation (ZAZO)

Diese Gruppen werden überwiegend nach verhaltenstherapeutischen oder ressourcenaktivierenden Prinzipien oder nach den methodenspezifischen Grundsätzen (Feldenkrais) geführt. Diese Gruppen sind als geschlossene Gruppen konzipiert und treffen sich über 2 (3) Wochen mit 3 (2) x 1,5 Stunden pro Woche.

Gestaltungstherapie

Die Gestaltungstherapie ist derzeit mit Ergotherapeutinnen und Kunsttherapeutinnen besetzt. Jede Gestaltungstherapeutin ist einem therapeutischen Team zugeordnet. In der Gestaltungstherapie werden angeboten Gestaltungsgruppen als nonverbale Therapieform und Teil des psychotherapeutischen Konzeptes und Ergotherapie

Die Gestaltungsgruppen werden stationsbezogen angeboten und gezielt verordnet. Pro Station wird eine Gestaltungsgruppe für die Patienten der Bezugsgruppen vorgehalten. Sie sind insbesondere für diejenigen PatientInnen gedacht, für die kreatives Gestalten eine aktivierende Funktion hat (z.B. depressive Störungen) oder für Patienten, für die ein anderer Zugang zur affektiven Ebene förderlich ist. Sie finden 2-3 x pro Woche über 2 Wochen statt.. Daneben wird Gestalten in Form von Einzeltherapie bei entsprechender Indikation (stark strukturierendes und stützendes Vorgehen erforderlich) durchgeführt.

Bewegungs- und Physiotherapie

Das Konzept der Bewegungstherapie beinhaltet ein breites Angebot aktivierender Behandlungsformen mit Schwerpunkt körperliche (Re-)Konditionierung und Anwendbarkeit für den Alltag.

Es werden angeboten:

  •  für alle: ‚Aktives Erwachen’ (Ausdauertraining: alternativ Walking oder   Aquafitnessgymnastik, 3 x 30 min/Woche
  •   für alle: teambezogene psychosomatische Bewegungsgruppe (2 x 45 min / Woche)
  •  indikationsbezogen: Wirbelsäulen-Gruppengymnastik HWS oder LWS  (ca. 3x20 min / Woche,)
  •   Schwimmtraining: täglich ca. 20 min
  •   Terraintraining in Gruppen
  •   Fitnessgymnastik und Fitnesstraining mit Ergometer, Stepper oder Rudergerät

Darüber hinaus können alle weiteren Behandlungsangebote genutzt werden (Atemtherapie, Rückenschule, Gesundheitstraining, Bäder, Massagen und physiotherapeutische Einzelbehandlung nach medizinischer Indikationsstellung).

Gesundheitstraining

Das Gesundheitstraining - konzipiert als Informations-, Motivations- und Schulungsmaßnahmen nimmt auch in der Psychosomatik einen hohen Stellenwert ein, um auf das Gesundheits- bzw. Krankheitsverhalten der Patienten positiv Einfluß zu nehmen.

Zur Gesundheitsförderung werden Seminare zu folgenden Themen angeboten: Depression, Angststörungen, Schlaf und Schlafstörungen, Rauchen und seine gesundheitlichen Folgen, Stressbewältigung, Schmerzbewältigung, Arbeitsplatz (Mobbing), Psychopharmaka und Seminar zum Ausdauertraining, zum Rückenschmerz, zum richtigen Sitzen und Heben.

Kommunikationsstruktur

Stationsgruppen: die Großgruppe trifft sich einmal pro Woche, geleitet i.d.R. durch die Pflege und bespricht informelle Angelegenheiten (Vorstellung der neuen Patienten, Aktuelle Informationen für die Rehabilitanden usw.). Diese Stationstreffen dienen der Integration und Festigung innerhalb der therapeutischen Gemeinschaft im Stationssetting sowie der Informationsvermittlung und Ressourcenaktivierung sowie Aktivitätssteigerung.

Feedback-Forum („Hüttenbühlforum“): hier können die Rehabilitanden in 14 –tägigen Abständen gegenüber der Klinikleitungen und den Bereichsleitern ihre Mitteilungen über Verbesserungswünsche sowie auch darüber, was ihnen besonders gut gefallen hat, machen. Feedbackbefragung: Darüber hinaus haben Die Rehabilitanden auch die Möglichkeit, schriftlich Verbesserungsvorschläge der QMB der Klinik mitzuteilen, die dann mit der Klinikleitung diskutiert werden.

Therapeutisches Team: trifft sich wöchentlich 45 Minuten, um über laufenden Behandlungen oder über Teamorganisation und – konflikte zu sprechen. Diese Treffen stellen die Kommunikation im therapeutischen Team sicher. Die Fallvorstellungen erfolgen getrennt (s.u.).

Interne Fallsupervision: das therapeutische Team wird fallbezogen einmal pro Woche supervidiert. Hierbei wird insbesondere die Psychodynamik schwieriger Patienten und Gruppensituationen mit ihrer Auswirkung auf das Team erörtert sowie die weitere Behandlung konzipiert. Supervisor ist der leitende Arzt oder der Oberarzt /ltd.Psychologe der jeweiligen Station.

Externe Gruppentherapie- und Team-Supervision: die therapeutischen Teams werden extern supervidiert durch einen qualifizierten tiefenpsychologisch-analytisch ausgerichteten Supervisor. Diese Supervisionen finden etwa 3-wöchig statt und schließen eine Station als Supervisionsgruppe ein. Schwerpunkt ist die Fort- und Weiterbildung der ärztlichen und psychologischen PsychotherapeutInnen.

Fallbesprechung: wöchentliche Besprechung im Team der neu aufgenommenen Patienten unter Berücksichtung tiefenpsychologischer Konstrukte und Erstellung einer mehrdimensionalen (Arbeits-) Diagnose in Anlehnung an die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik, gegliedert in

  • die syndromale Ebene (ICD-10 Diagnose),
  • die Beziehungsebene
  • die psychodynamischen Ebene (Neurosendiagnose)
  • die Persönlichkeitsebene (Persönlichkeitsdiagnose)
  • das Integrationsniveau der Persönlichkeit.
  • Dienstbesprechungen der gesamten Klinik im Bereich Ärzte/Psychologen (2 mal wöchentlich je 15-20 min). Informationsaustausch zwischen den Stationen auch in Bezug auf die (gemeinsamen) Bereitschaftsdienste.

Eine sozialmedizinische Konferenz findet bedarfsweise einmal pro Woche durch den Ärztlichen Direktor oder Stellvertreter statt. Dort werden besonders anspruchsvolle bzw. komplexe sozialmedizinische Beurteilungen in Bezug auf Entlassform und Leistungsbeurteilung besprochen. Stationsbesprechungen: finden 3 mal wöchentlich (15 min) statt, um aktuelle Informationen auf Stationsebene auszutauschen und das weitere therapeutische Vorgehen bei einzelnen Patienten zu besprechen. Fortbildungsveranstaltungen werden regelmäßig intern wie extern durchgeführt. Der Ärztliche Direktor der Klinik ist zur vollen Weiterbildung im Fach Psychosomatische Medizin und Sozialmedizin ermächtigt sowie sein Stellvertreter für 1 Jahr Psychiatrie.

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Reha-Zentrum Bad Dürrheim

Klinik Hüttenbühl

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